Die Soziale-Medien-Landschaft von heute sieht ganz anders aus als im vergangen Jahr ... oder sogar im letzten Monat. Sobald Sie Ihre Strategie für einen Kanal ausgearbeitet haben, taucht ein anderer auf, der Ihre Aufmerksamkeit verlangt. Kommt Ihnen

 das bekannt vor?

Für viele Marketingfachleute kann es eine Herausforderung sein, genau zu bestimmen, wo und wann sie Ihre wertvollen Ressourcen (sprich: Bandbreite und Geld) investieren. Deshalb ist es hilfreich, einen Plan zur Verfügung zu haben, der Ihre Optionen berücksichtigt.

In unserem Blogbeitrag haben wir eine Reihe von Fragen zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, festzustellen, ob es wirklich Zeit ist, einen neuen Social-Media-Account zu erstellen. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Sie bereit dafür sind, Ihre soziale Präsenz zu erweitern, dann nehmen Sie sich die Zeit, um die folgenden Fragen durchzugehen. Es könnte Ihnen helfen.


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 1. Ist mein Wunschkunde in diesem Netzwerk?

Verschiedene soziale Netzwerke haben unterschiedliche Benutzer – auch die großen Netzwerke. Zum Beispiel sind 72 % der erwachsenen Internet-Nutzer auf Facebook, während nur 25% auf LinkedIn sind (laut einer Studie von Pew Research Center). Jedes dieser Netzwerke gewinnt Anwender aus verschiedenen Gründen und sorgt für unterschiedliche Nutzerverhalten.

Nur weil ein Netzwerk gerade angesagt ist, bedeutet das nicht, dass Sie es nutzen sollten. Der Schlüssel liegt darin, herauszufinden, wo sich Ihre Buyer Personas in den sozialen Medien aufhalten und eine Strategie zu finden, wie Sie sich dort mit Ihnen verbinden können. (Sie haben noch keine Buyer Personas? Dann schauen Sie sich unseren Blogbeitrag zum Erstellen einer Buyer Persona an.)

Hinweis: Beachten Sie, dass die Zielgruppen zwischen den Abteilungen unterschiedlich sein können. Zum Beispiel wird Ihre Personalabteilung nach anderen Personen suchen als Ihre Marketingabteilung.

 

2. Wird der Account ein Bedürfnis erfüllen, das sich von einem der anderen Accounts unterscheidet?

Wenn Sie bereits einen Social Media-Kanal für Ihr Unternehmen haben, haben Sie wahrscheinlich auch ein Publikum, das daran interessiert ist, Ihre Inhalte und Updates zu erhalten. Glückwunsch, das ist harte Arbeit.

Wenn Sie ein neues Konto starten, müssen Sie sich wieder ein neues Publikum erarbeiten. Machen Sie sich die Arbeit nicht umsonst. Sofern es nicht spezifische Informationen gibt, die Ihr Publikum nicht im ursprünglichen Netzwerk erhalten kann, oder es notwendig ist, einer neuen Nutzer-Gruppe zu dienen, gibt es keinen Grund, ein anderes Konto zu erstellen.

Mit anderen Worten: Einen neuen Account anlegen sollte eine Notwendigkeit für das Weiterkommen Ihres Geschäfts sein und nicht von vorne anzufangen.

3. Habe ich die erforderliche Zeit, um ein neuen Account zu erstellen?

Es braucht Zeit, ein neues Konto aufzubauen und Neuigkeiten zu veröffentlichen (mehrere Stunden pro Woche für mehrere Wochen). Dies ist ein langwieriger Prozess, der einen großen Zeitaufwand erfordert, um erfolgreich zu sein. Bevor Sie den neuen Account anlegen, werfen Sie einen Blick in Ihren Kalender, um zu sehen was Ihr Team realistisch schaffen kann.

4. Habe ich die erforderliche Zeit, das Konto zu überwachen?

Das ist der Punkt, der die meisten Menschen überrascht. Wenn Sie einen direkten Kommunikationskanal eröffnen, wird Ihr Publikum ihn verwenden. Die Möglichkeit, ein Konto zu überwachen ist zwingend notwendig für ein gutes Markenerlebnis. Diese Erwartung von Service kann groß sein, wenn Sie ein Support-Konto starten wollen, aber heikler, wenn Ihr Konto in erster Linie eine Marketing-Funktion hat.

Denken Sie daran, dass die Erwartungen je nach Netzwerk, das Sie in Betracht ziehen, unterschiedlich sein werden. Auf Twitter erwarten 70% der befragten Nutzer eine Antwort von Marken, 53% wollen diese Antwort in weniger als einer Stunde. Marken, die nicht reagieren verletzen tatsächlich den Ruf ihrer Marke. Facebook fördert schnellere Reaktionen, indem es Marken, die auf 90% der Nachrichten innerhalb von 15 Minuten antworten, mit einem „Hohe Reaktionsfreudigkeit bei Nachrichten“-Banner“ versieht.

Sie haben vielleicht eine etwas länger Frist für die Marken-Kommentare (wie z.B. auf Facebook und Instagram), aber wenn die Leute Sie direkt über einen Account kontaktieren, dann tun sie es, weil sie eine schnelle Antwort möchten.

5. Was ist der Plan für die Content-Planung/-Erstellung?

Dies kann der zeitaufwendigste Teil Ihrer Social Media-Strategy sein, aber einige würden sagen, es ist das wichtigste. Inhalt ist das, was Ihren Account bei den Nutzern im Gedächtnis behalten wird und es ist auch das, was Klicks, Interaktionen und Leads bringen wird.

Es genügt, wenn man sagt, wenn Sie einen Account anlegen, sollten Sie einen Plan für eine nachhaltige Erstellung von Inhalten haben.

6. Wie viele Beiträge pro Woche bin ich in der Lage auf diesem Account zu veröffentlichen?

Beständiges Veröffentlichen ist der Schlüssel. Wenn Sie einen Redaktionsplan haben, stellen Sie sicher, dass Sie in der Lage sind einen beständigen Posting-Zeitplan einzuhalten. Schließlich können Ihre Konten nicht viel für Sie tun, wenn Sie nichts auf ihnen veröffentlichen. Ruhende Accounts können auch den Eindruck erwecken, Sie interessieren sich nicht oder können nicht auf Ihre Anhänger einstellen.

Wie oft genau Sie etwas posten ist abhängig von dem Netzwerk und der Branche, aber Sie sollten planen, mindestens 1-2 Facebook-Beiträge pro Woche zu haben und 4-5 auf Twitter (wenn nicht mehr). Für einige der ruhigeren Netzwerke mit weniger anklickbaren Links (wie z.B. Snapchat, Instagram, etc.) können Sie planen, ein paar Mal pro Monat anstatt wöchentlich zu veröffentlichen.

7. Habe ich das Budget um diesen Account aufzubauen?

Geld regiert in den sozialen Netzwerken. Das ist eine unglückliche Wahrheit, die man immer häufiger sieht. Während man nicht wirklich Geld braucht, um einen Account zu erstellen, kann eine kleine Ausgabe eine große Hilfe sein, Posts voranzutreiben oder sich vor den neuen Followern zu positionieren – vor allem auf Algorithmus-abhängigen Netzwerken wie Facebook.

Wenn Sie Ihr Geld in Werbung in den sozialen Netzwerken stecken, passen Sie gut darauf auf. Definieren Sie vorher Ihre Ziele und stecken Sie es in ein Netzwerk, das sich wirklich für Sie lohnt. Jedes Netzwerk hat eine etwas andere Art und Weise, bezahlte Werbung zu verarbeiten. Für mehr Informationen zu bezahlter Werbung in den verschiedenen sozialen Netzwerken, klicken Sie auf die entsprechenden Links:

8. Was ist das Ziel dieses Kontos? Woher weiß ich, dass es erfolgreich ist?

Wenn Sie eine Aktion starten, ist es wichtig zu wissen, welchen Wert sie Ihnen bringen wird, wie Sie erkennen, dass Sie Ihre Anstrengungen verdoppeln sollten oder wann Sie sie verringern sollten und wann Sie die Aktion ausführen.

Egal, ob Ihr Erfolg in Leads, Bewerbern oder Kommentaren gemessen wird, Ihre Ziele zu kennen, kann Ihnen helfen Ihre Zeit zu priorisieren und Ihre Gewinne effektiver an Ihr Team zurückzumelden.

9. Warum ist die Zeit, die für diesen Social Media-Account verwendet wird, wertvoller als die Zeit, die in andere Marketingaktivitäten investiert wurde?

Wenn Sie ein gutes Gefühl bei der Beantwortung der oben genannten Fragen haben, haben Sie hoffentlich festgestellt, dass die Erstellung eines neuen Accounts ein gesundes (aber sehr lohnendes) Maß an Zeit in Anspruch nimmt. Jetzt müssen Sie sich fragen: Ist es besser, meine Zeit in die Schaffung der Inhalte für diesen Kanal zu investieren, oder sollte ich andere Marketingtaktiken verfolgen (z.B. E-Mail-Optimierung, Durchführung von Veranstaltungen, etc.)?


Am Ende des Tages liegt es an Ihnen und Ihrem Team. Genauer gesagt, ob Sie oder ob Sie nicht ein neues Konto erstellen und es schaffen, es zu einem gewissen Grad aufrechtzuerhalten, so dass es sich für Ihr Unternehmen lohnenswert anfühlt. Wenn Sie diese Fragen dazu bringen lieber wegzulaufen, dann ist ein neuer Social Media-Account nicht die richtige Wahl. Zumindest nicht jetzt. Wenn Sie auf der anderen Seite angeregt wurden, welche Inhalte Sie veröffentlichen können und welche Ziele Sie mit dem Konto erreichen könnten, dann klingt das ganz danach, als hätten Sie etwas Arbeit vor sich.

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Hans-Peter Wohlfahrt

Geschrieben von Hans-Peter Wohlfahrt

Mein Fokus liegt in der Recherche und Umsetzung von messbaren Marketingmöglichkeiten. So war ich in Deutschland einer der ersten, der Echtzeit-Dialogmarketing seinen Kunden anbieten konnte und seit 2015 Inbound Marketing, aus meiner Sicht einer Trendwende im Kundennutzen. Über 25 Jahre Verkaufs- und Marketing-Erfahrung bilden einen idealen Mix zur kompetenten und zielorientierten Generierung von Leads.