Werbung in den sozialen Netzwerken ist für Unternehmen eine großartige Taktik, die Sie verwenden können, um Ihre anderen Inbound-Marketing-Bemühungen zu ergänzen. Jedes Netzwerk hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Diese zu kennen, kann Ihnen helfen, die am besten geeigneten und ansprechenden Inhalte zu veröffentlichen.

Die sozialen Netzwerke sind ein Eckpfeiler der Marketingstrategie geworden, egal in welcher Branche Sie sind. Social Media ist ein Werkzeug, das Sie jeden Tag verwenden sollten, um mit den Verbrauchern zu interagieren.

In unserem Blogbeitrag untersuchen wir die Vor- und Nachteile der Werbung auf jeder der vier großen Social Media-Plattformen, um die Frage zu beantworten, in welchem Netzwerk Sie Werbung machen sollten.

sociale Netzwerke

 1. LinkedIn

Die Vorteile: Ein großer Vorteil der Verwendung von LinkedIn ist die Nutzerbasis, die vor allem aus Geschäftsleuten besteht. Über LinkedIn werden Ihre Anzeigen fast immer von geschäftstüchtigen Menschen, wie Sie selbst, gesehen. Dies macht es zu einer Social-Media-Plattform mit hohen Conversion-Raten. Wie auf Facebook, können Sie auch auf Nischengruppen in den Kategorien Demografie, Mitarbeiter und Standort abzielen.

Die Nachteile: Erwarten Sie hier für Ihre Anzeigen keine hohen Click-through-Raten. Doch während Sie sich auf LinkedIn mit insgesamt weniger Klicks rumplagen, sind die User hinter den Klicks viel besser qualifiziert als sie es auf den anderen sozialen Netzwerken sind. Ein weiterer Nachteil, eine Werbekampagne auf LinkedIn zu schalten, sind die Kosten. Es ist normal bis zu vier oder fünf Dollar pro Klick zu bezahlen. Die zusätzlichen Kosten können sich für Sie aber auch lohnen, da Sie ein hochwertigeres Publikum für Ihr Unternehmen erreichen und diejenigen automatisch umgehen, die nicht interessiert sind.

2. Twitter

Die Vorteile: Twitter ermöglicht es Ihnen, die Menschen auf Grundlage ihrer aktuellen Interessen zu erreichen. Jedes Mal, wenn jemand einen Tweet mit einem Hashtag veröffentlicht, haben Sie die Möglichkeit diese Leute via Social-Media-Werbung ins Visier zu nehmen. Das ist wie das Keywordtargeting bei Google AdWords. Eine weitere Möglichkeit, effektiv ein bestimmtes Publikum auf Twitter zu erreichen, ist, sich auf einen bestimmten Benutzer auszurichten. Finden Sie jemanden, wie einen Branchen-Beeinflusser und erweitern Sie so die Reichweite Ihrer Werbung auf seine Follower.

Die Nachteile: Auch wenn Twitter eine große Fähigkeit hat, die Benutzer durch Schlüsselwörter und Hashtags zu erreichen, ist das Erreichen durch reines Interesse nicht so einfach. Die Auswahl der Interessen ist auch sehr begrenzt. Die nächstgelegene Interessen-Kategorie, aus der eine B2B-Inbound-Marketing-Agentur wählen kann, ist „Marketing“. Diese Kategorie zu wählen, wird nicht sehr wirksam sein, da es eine viel zu große Branche umfasst. Twitter hat das Potenzial, ein großer Kanal zu sein, auf dem man Werbung machen kann, wenn sie ihre Kategorien erst einmal erweitert haben.

3. Google+

Die Vorteile: Seit der Suchmaschinen-Gigant seine Social-Media-Plattform erstellt hat, ist es kein Wunder, dass sie SEO-Vorteile hinzugefügt haben. Jede Tätigkeit auf Ihrer Unternehmens-Seite ist in Ihrer Suchmaschinenoptimierung berechnet. Für jemanden in Ihrem Kreis wird Ihre Unternehmens-Seite vor anderen angezeigt, die nicht in deren Kreisen sind. Menschen, die Google+ verwenden, sind in der Regel mehr an Technik interessiert als die Leute auf Facebook und Twitter. Wenn Sie denken, dass dies die richtige Zielgruppe für Sie ist, dann könnte es von Vorteil sein, dort Ihre Marketing-Taktiken anzuwenden. Google+ beinhaltet „+Post-Anzeigen“, die auf dem Google-Display-Netzwerk veröffentlicht werden, was die Reichweite Ihrer Werbung erhöht. Das ist ein großes Plus, weil die Besucher nicht mit Ihren Klicks auf eine andere Webseite weitergeleitet werden müssen. Das Einzigartige an diesen Anzeigen ist, dass ein Kunde nicht für eine Anzeige bezahlt, wenn niemand draufklickt. Sie bezahlen nur für die Klicks, die sie bekommen. Der einzige Nachteil dabei ist, dass Google ein „Schweben“ über der Anzeige für mehr als zwei Sekunden als Klick zählt.

Die Nachteile: Dieses Social-Media-Netzwerk hat nicht annähernd so viele Nutzer wie die anderen drei Seiten, die in diesem Beitrag erwähnt werden. Es hat nur 540 Millionen Nutzer – im Vergleich zu den anderen, ist das sehr wenig. Es unterstützt auch keine weiteren Targeting-Optionen wie Facebook. Hier können Sie in demografisch-, inhalts- und Geräte-basierenden Anzeigen unterscheiden. Die Regeln für Werbeaktionen sind auch sehr wettbewerbsbeschränkend, so dass Wettbewerbe, Promos und Werbegeschenke keine Möglichkeit sind, Werbung zu machen, was viele Unternehmen davon abhält, hier Werbung zu schalten. Aus diesem Grund, ist der beste Weg, wofür Ihr Unternehmen diese Seite nutzen kann, seine SEO-Funktion. Die Funktion ist ebenfalls begrenzt – wenn Sie nicht in jemandes Kreis sind, wird es Google nicht helfen, dass Ihre Webseite von diesen Nutzern gesehen werden kann.

4. Facebook

Die Vorteile: Facebook hat das größte Publikum – über 1,59 Milliarden registrierte Nutzer. Der größte Vorteil hier zu werben, ist die Sichtbarkeit, die es Ihrem Unternehmen geben könnte. Das macht Facebook zu einer guten Wahl für kleine Unternehmen. Mit der Option standort-orientiert zu werben, können Sie einfach Ihre Reichweite erhöhen. Im Gegensatz zu LinkedIn ist es eine sehr kostengünstige Option. Sie können weniger als ein Dollar pro Tag pro Anzeige ausgeben.
Ein weiterer Vorteil mit Facebook zu werben, sind ihre Zielgruppen-Optionen. Wenn Sie auf Facebook werben, können Sie Nutzer basierend auf sechs unterschiedlichen Kategorien erreichen: Standort, Geschlecht, Vorlieben/Interessen, Beziehungsstatus, Arbeitsplatz und Ausbildung. Facebook führt auch seine eigene Form der A/B-Tests für Sie durch. In Facebook können Sie mehrere Anzeigevarianten erstellen und Facebook verwendet die Anzeige, die das beste Ergebnis von diesen Varianten erzielt hat. Dies gibt Ihnen wertvolle Informationen über die Wirksamkeit der einzelnen Anzeigen, die Ihr Unternehmen produziert. 

Der Nachteil: Facebook als Werbeplattform hat nur einen entscheidenden Nachteil, den Sie im Hinterkopf behalten sollten: die Funktionen, die Facebook in Bezug auf Anzeigen-Performance bietet, sind (derzeit) ziemlich winzig im Vergleich zu den anderen Websites.


Fazit:

Bezahlte Werbung in sozialen Netzwerken kann für Ihr Unternehmen sehr vorteilhaft sein. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie sie zusammen mit anderen Inbound-Marketing-Taktiken anwenden und so Ihr Unternehmen (und Gewinne) auf das nächste Level bringen.

 

Zur Inbound-Methodik

Hans-Peter Wohlfahrt

Geschrieben von Hans-Peter Wohlfahrt

Mein Fokus liegt in der Recherche und Umsetzung von messbaren Marketingmöglichkeiten. So war ich in Deutschland einer der ersten, der Echtzeit-Dialogmarketing seinen Kunden anbieten konnte und seit 2015 Inbound Marketing, aus meiner Sicht einer Trendwende im Kundennutzen. Über 25 Jahre Verkaufs- und Marketing-Erfahrung bilden einen idealen Mix zur kompetenten und zielorientierten Generierung von Leads.